Hardy-Weinberg-Formel


Hardy-Weinberg-Formel
Hardy-Weinberg-Formel
 
['hɑːdi-], Hardy-Weinberg-Regel, von G. Hardy und dem deutschen Biologen W. Weinberg (* 1862, ✝ 1937) unabhängig voneinander aufgestellte grundlegende Regel der Populationsgenetik, nach der in einer idealen Population (Fehlen von Mutationen) bei Vorliegen alternativer Formen eines Gens (Allele) die relative (prozentuale) Häufigkeit der Allele in allen folgenden Generationen erhalten bleibt. Damit wären evolutionäre Veränderungen ausgeschlossen. In natürlichen Populationen, die nie die Bedingung einer idealen Population erfüllen können, treten unter bestimmten Bedingungen Abweichungen von der Hardy-Weinberg-Formel auf, die sich in Veränderungen der relativen Allelenhäufigkeiten äußern und somit als Evolutionsfaktoren wirken.

Universal-Lexikon. 2012.